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Wiener Wäschermädchen

Wiener Wäschermädchen sind eine traditionelle österreichische Mehlspeise, wo eine Marille mit Marzipankern in Backteig frittiert wird. Serviert werden sie mit Staubzucker und optional auch mit Vanillesoße.

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Wiener Wäschermädchen – Zutaten und Alternativen

Für die Wäschermädchen braucht man 12 Marillen. Am Besten funktioniert das Rezept mit frischen Marillen. Ich habe aber auch schon tiefgekühlte verwendet.

Weiters braucht man Marzipan. Wer das Marzipan selber machen möchte, findet hier ein Rezept dazu. Auf dieser Seite gibt es das Rezept für eine zuckerfreie Marzipan-Alternative gesüßt mit Datteln.

Es gibt verschiedene Varianten für den Backteig, in den die Marillen gehüllt werden. Dieser kann wie Palatschinkenteig ganz einfach aus Mehl, Milch und Eiern gemacht werden. Statt der Milch kann man aber auch Weißwein oder Bier verwenden.

Wiener Wäschermädchen – Schritt für Schritt Anleitung mit Bildern

1. Marillen blanchieren und schälen

Zu Beginn werden die Marillen für ein paar Sekunden in kochendem Wasser blanchiert und geschält. Dadurch haftet der Backteig besser an der Marille.

2. Marillen entkernen und mit Marzipan füllen

Danach wird, zum Beispiel mit dem Stielende eines Kochlöffels oder per Hand, der Kern aus der Marille entfernt. Besonders bei vorher tiefgefrorenen Marillen muss man dabei aufpassen, die Frucht nicht kaputt zu machen.

Dann werden aus Marzipan Rollen geformt und die Marillen damit gefüllt. Die Marzipanstücke sind ca. so lang und dick, dass sie genau statt dem Kern in die Marillen passen.

3. Optional: In Rum marinieren

Optional können die gefüllten Marillen noch in Rum (und evtl. Zucker) getaucht werden. Der zusätzliche Zucker ist aber eher nur bei sehr sauren Marillen nötig.

4. Backteig mixen

Wenn die Marillen fertig hergerichtet sind, wird der Backteig gemixt.

Dazu kann man entweder Milch, Mehl und Eier direkt mixen oder alternativ die Eier trennen und geschlagenen Eischnee der Masse unterheben. Bei letzterer Variante hat der Teig etwas mehr Volumen und „Flaumigkeit“.

5. Marillen in Stärke wälzen

Damit der Backteig besser haftet, werden die Marillen noch kurz in Stärke, zum Beispiel Maiskeimstärke (Maizena) o.ä. gewälzt. Alternativ kann man sie auch in Mehl wälzen.

6. Marillen in Backteig tauchen und herausbacken

Nun wird ca. 1 Liter Öl in einem Topf erhitzt. Das Öl ist heiß genug, sobald Blubberblasen aufsteigen, wenn z.B. ein Holzstiel in den Topf gehalten wird. (Oder man tropft ein paar Tropfen vom Backteig ins Öl.)

Die Marillen werden dann jede einzeln in den Backteig getaucht und kommen sofort nach dem Eintauchen ins heiße Öl. Dazu nimmt man entweder zwei Gabeln oder eine Schaumkelle o.ä. Sobald sie goldbraun sind und aufsteigen, werden sie aus dem Öl gehoben und zum Abtropfen auf einem Sieb oder Küchenpapier platziert.

7. Wäschermädchen noch warm und mit Vanillesoße servieren

Die Wiener Wäschermädchen schmecken nur ganz frisch wirklich gut und sollten sofort nach dem Herausbacken serviert werden. Dazu kann man sie noch mit Staubzucker bestreuen oder auch eine Vanillesauce dazu reichen. (Hier geht es zum Rezept für selbstgemachte Vanillesoße)


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Wiener Wäschermädchen

Wiener Wäschermädchen sind eine traditionelle österreichische Mehlspeise, wo eine Marille mit Marzipankern in Backteig frittiert wird. Serviert werden sie mit Staubzucker und oft auch mit Vanillesoße.
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Vorbereitungszeit 30 Min.
Zubereitungszeit 10 Min.
Arbeitszeit 40 Min.
Gericht Dessert
Land & Region Österreich, Wien
Portionen 6 Portionen
Kalorien 370 kcal

Zutaten
  

  • 125 ml Milch
  • 120 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 1 EL Öl
  • 1 TL Zucker

Marillen

  • 12 Stk. Marillen am Besten frisch, aber gefroren ginge auch
  • 120 g Marzipan
  • 1 EL Zucker
  • 1 Schuss Rum
  • 1 l Backfett z.B. neutrales Pflanzenöl für hohe Temperaturen (z.B. Rapsöl)
  • Staubzucker zum Servieren

Anleitungen
 

Backteig

  • Milch in eine große Schüssel geben. Mit Salz, Öl und Zucker verrühren.
  • Mehl nach und nach unterrühren. Entweder mit dem Schneebesen oder Mixer.
  • Eier aufschlagen und dazumixen.
    Optional: Der Teig bekommt mehr Volumen, wenn man die Eier vorher trennt und den geschlagenen Eischnee extra unterhebt.

Marillen vorbereiten

  • Marillen für ein paar Sekunden in heißem Wasser blanchieren, in kaltem Wasser abschrecken.
  • Marillen schälen. Das Schälen ist wichtig, damit der Backteig besser haften kann.
  • Marillen entkernen (zum Beispiel mit Hilfe des Stiels eines Kochlöffels oder per Hand). Mit Marzipan an Stelle des Kerns füllen. Mit Rum und Zucker marinieren.

Marillen herausbacken

  • Backfett erhitzen. (Es ist heiß genug, wenn es zischt und blubbert, sobald man einen Tropfen Wasser hineinspritzt oder den Stiel eines Holzkochlöffels ins Öl hält.)
  • Marillen in Stärke wälzen.
  • Marillen in den Backteig tauchen, kurz abtropfen lassen. Im Fett herausbacken, bis der Teig knusprig braun, aber nicht zu dunkel ist.
  • Auf einem Abtropfgitter oder Küchenpapier abtropfen lassen und noch warm mit Staubzucker bestreut servieren.

Nutrition

Serving: 220gCalories: 370kcal
Keyword Mehlspeise, Wiener Küche
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