HAUSGEMACHTES ZWIEBELBROT – MIT DINKELVOLLKORNMEHL

Letztens hab ich meinem Papa das Geldbörsel gestohlen. Das war ein großer Fehler! Weil mein Mann es jetzt immer mit seinem eigenen verwechselt. Aber das führte immerhin gestern zu diesem selbstgemachten Zwiebelbrot. (Direkt zum Rezept)

Also, natürlich hab ich meinen Papa nicht einfach so ausgeraubt. Es war eher so, dass er zu Hause ein leeres Geldbörsel herumliegen hatte. Ganz offensichtlich hat er das nicht gebraucht – das war ganz offensichtlich! Das hab ich dann also mitgenommen.

Jetzt hab ich eine Geldbörse, die fast genau so ausschaut, wie die von meinem Mann. Eine von diesen klassischen Männergeldbörsen, die Mann in der Hosentasche hat…

Zwiebelbrot selber machen - Rezept mit Dinkelvollkornteig, Leinsamen und Röstzwiebeln

Weil sich die beiden Geldbörsen so ähnlich schauen, verwechseln wir sie dauernd. Gestern hat mein Mann sich, in seiner morgendlichen Trance, einfach gleich beide geschnappt und ist damit auf in die Arbeit. Warum er sich nichts dabei gedacht hat, dass er zwei Geldbörsen mit hat, müssts ihr ihn selber fragen.

Wahrscheinlich haben sich seine ganzen Arbeitskollegen dann über eine Essenseinladung gefreut, und ich war also ohne Geld. Und irgendwann hungrig. Und in unserem Kühlschrank war vorhanden:

  • 3 Packerl Topfen (Wer bitte hat so viel Topfen zu Hause, einfach so? Hab ich den gekauft? Und wenn ja, warum?)
  • 2 Liter Milch (1 davon vermutlich schon ein bissi zu lange offen)
  • 2 Packerl Germ (Ich hab schon aufgehört, mich zu wundern, was alles im Kühlschrank herumlungert, vermutlich hatte ich irgendwann mal einen Plan für den Germ… Aber was war das…?
  • Miso-Paste
  • Essig-Gurkerln

Gut, also der nächste Versuch, was gibt der Rest des Vorrats her?

Aha!

  • Unglaublich teures Bio-Dinkel-Vollkornmehl
  • Zwiebel
  • Normales Mehl
  • Leinsamen

Na gut, aus dem Topfen wird in den nächsten Tagen mal etwas gemacht, aber das Mehl, die Zwiebel und den Germ, den kann man verwenden. Und zwar für dieses ur-gute Zwiebelbrot.

Zwiebelbrot selber machen - Rezept mit Dinkelvollkornteig, Leinsamen und Röstzwiebeln

Das Brot schmeckt am Allerbesten kurz nach dem Backen. Es hält sich ca. 1-2 Tage frisch, aber da würde ich empfehlen, es zu toasten. Wenn es gerade erst aus dem Ofen kommt, schmeckt es eigentlich am Besten pur oder nur mit Butter, finde ich 😉 .


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Hier ist das Rezept für das Zwiebelbrot zum Ausdrucken:

 

Rezept drucken
HAUSGEMACHTES ZWIEBELBROT
Zwiebelbrot selber machen - mit Dinkel-Vollkorn-Mehl, Leinsamen und Röstzwiebeln.
Vorbereitung 30 Minuten
Kochzeit 30-40 Minuten
Wartezeit 80 Minuten
Portionen
Baguettes
Zutaten
  • 250 g Weizenmehl
  • 250 g Dinkelvollkornmehl
  • 3-4 EL Leinsamen eventuell
  • 1 Pkg. Germ (=Hefe) frischer Germ 42g, Trockengerm 2 Pkg. á 7g
  • 325 ml Suppenbrühe oder Wasser, dann 1 TL mehr Salz verwenden
  • 1 TL Salz ich verwende Kräutersalz wenn ich keine Suppenbrühe habe
  • 1 Stk. kleine Zwiebel
  • Milch zum Bestreichen, kein Muss
  • Mehl für die Röstzwiebel
Vorbereitung 30 Minuten
Kochzeit 30-40 Minuten
Wartezeit 80 Minuten
Portionen
Baguettes
Zutaten
  • 250 g Weizenmehl
  • 250 g Dinkelvollkornmehl
  • 3-4 EL Leinsamen eventuell
  • 1 Pkg. Germ (=Hefe) frischer Germ 42g, Trockengerm 2 Pkg. á 7g
  • 325 ml Suppenbrühe oder Wasser, dann 1 TL mehr Salz verwenden
  • 1 TL Salz ich verwende Kräutersalz wenn ich keine Suppenbrühe habe
  • 1 Stk. kleine Zwiebel
  • Milch zum Bestreichen, kein Muss
  • Mehl für die Röstzwiebel
Anleitungen
  1. Bei Verwendung von Trockengerm: Das Weizen- und Dinkelmehl abwiegen, mit dem Trockengerm und dem Salz gut vermischen.
  2. Bei Verwendung von frischem Germ: Das Mehl abwiegen und mit dem Salz gut vermischen. Den frischen Germ in den 325ml lauwarmer Suppe auflösen.
  3. Die Suppe/das Wasser soll nicht zu heiß sein, weil die Hefebakterien sonst absterben. Wenn es zu kalt ist, können sie sich nicht entwickeln und das Brot geht nicht gut auf.
  4. Wenn ich keine Suppe zu Hause habe, verwende ich stattdessen Wasser. Dafür kommt dann statt dem normalen Salz ein Kräutersalz zum Einsatz (insgesamt 2-3 TL statt 1 TL).
  5. Die Flüssigkeit mit dem Mehl vermischen und gut durchkneten. Ich mach das am Liebsten mit einer Hand (damit die zweite frei bleibt).
  6. Je nach Beschaffenheit des Mehls muss eventuell noch ein wenig Flüssigkeit oder Mehl hinzugefügt werden.
  7. Die Schüssel mit einem feuchten Tuch zudecken und an einem warmen Ort 60 Minuten gehen lassen.
  8. Wenn die Wohnung zu kalt ist, um das Brot gehen zu lassen, drehe ich den Backofen für ein paar Minuten auf ganz geringer Hitze auf. Dann schalte ich den Backofen aus, kontrolliere, ob das Blech nicht zu heiß ist für die Plastikschüssel und lasse das Brot im geschlossenen Backofen gehen. Idealtemperatur ist ~35°C. Im Winter stelle ich die Schüssel auch gerne neben die Heizung.
  9. In der Zwischenzeit die Zwiebel in kleine Stücke schneiden. In einer gut beschichteten Pfanne mit 1 EL Öl auf mittlerer bis hoher Temperatur ein paar Minuten anrösten. Mit einem Sieb 1-2 EL Mehl darüber streuen und unter häufigem Rühren in der Pfanne braten, bis die Zwiebel braun sind. Das Sieben hilft, dass das Mehl keine Klumpen bildet. Das Mehl entzieht den Zwiebeln die Flüssigkeit, wodurch die Zwiebel knuspriger werden. In unserem Fall brauchen wir aber keine vollkommen knusprigen Zwiebeln, uns geht es vor allem um das Aroma, das durch das Rösten entsteht!
  10. Die Zwiebel vom Herd nehmen und auskühlen lassen.
  11. Leinsamen und Röstzwiebel mit dem Teig vermischen und noch einmal für ca. 20 Minuten gehen lassen.
  12. Den Ofen vorheizen auf 200°C.
  13. Aus dem Teig nun zwei Baguettes formen (oder kleine Weckerln, oder ein ganzes Brot,...) Auf ein Backblech mit einem Backpapier auflegen. Dazu braucht man wieder etwas Mehl, damit der Teig nicht auf den Händen oder am Backblech klebt.
  14. Die Baguettes mit etwas Milch bestreichen.
  15. Nun für ca. 30-40 Minuten backen bei Ober- und Unterhitze. Bei Umluft geht es schneller, dafür wird das Brot leichter trocken. Wenn es trotzdem schnell gehen muss, kann man ein zusätzliches Backblech mit Wasser füllen und unter das Brot schieben.
  16. Nach dem Backen das Brot mit etwas Wasser bestreichen und im offenen Ofen auskühlen lassen.
  17. Gutes Gelingen!
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