GEFÜLLTE PAPRIKA MIT FASCHIERTEM UND TOMATENSAUCE

Gefüllte Paprika mit Faschiertem, Reis und Tomatensoße sind ein Klassiker der österreichischen Küche. Diese Version ist etwas schneller und einfacher zuzubereiten als die traditionelle Variante. [Direkt zum Rezept]

Emaille Kochtopf mit gefüllten Paprika und Tomatensauce

Was unterscheidet dieses Rezept von den traditionellen Rezepten für Gefüllte Paprika?

Soviel zur traditionellen Variante:

Bei den meisten traditionellen Rezepten für Gefüllte Paprika werden die Paprika vorher mit heißem Wasser übergossen und bleiben dann 10-20 Minuten im heißen Wasser, damit sie weicher werden. Danach wird die Fülle mit dem noch rohen Faschierten in die Paprika gefüllt und für längere Zeit im Ofen gebraten. Erst dann wird die Tomatensoße zugefügt.

So macht’s die Oma:

Eine Alternative, die auch meine Oma so macht, ist die Zubereitung im Backrohr, ohne vorher die Paprika mit Wasser zu übergießen. Die gefüllten Paprika werden also mit der rohen Füllung ins Backrohr geschoben, bis das Fleisch durch ist. Erst dann kommt die Paradeissoße dazu. Durch das Braten im Rohr bekommen die Paprika einen sehr guten Geschmack, aber es dauert insgesamt auch länger, bis sie fertig sind.

Meine Schnell-Version des Rezeptes für Ungeduldige:

Meine Version des Rezeptes ist mehr etwas für die Ungeduldigen unter uns. Das Fleisch wird schon vorher in der Pfanne angebraten, wodurch sich die Kochzeit stark verkürzt. Die Gefüllten Paprika kochen dann in einem Topf am Herd in der Paradeissoße. Für die Soße habe ich fertig gekaufte passierte Paradeiser genommen, weil vor allem im Winter die Paradeiser sowieso nach nix schmecken und somit den Aufwand nicht wert sind.

Hinweise zur Zubereitung:

  • Ob die angegebene Menge für Fleisch und Reis genau in die Paprika passt, hängt stark von der Größe der Paprika ab. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann 1-2 Paprika extra kaufen.
  • Wer schon gekochten Reis zu Hause hat, kann mit etwa 400 g Reis rechnen. Das entspricht in etwa der Menge von 125 g rohem Reis.
  • Ich verwende sehr viel Petersilie für meine Mischung, weil ich es gerne mag, wenn traditionelle Hausmannskost durch mehr Grünzeug eine frische Note bekommt.
  • Außerdem mag ich es gern, wenn das Gemüse knackig bleibt. Deswegen koche ich die Paprika nicht so lange. Typisch „Österreichisch“ ist ja, jedes Gemüse so lange zu zerkochen, bis es auf der Zunge zergeht und man nicht mehr merkt, dass es sich um Gemüse handelt. ;D Wer es also lieber weicher mag, lässt die Paprika einfach länger kochen. Die „Deckel“ der Paprika, bleiben etwas knackiger, werden aber durch den geschlossenen Topfdeckel ebenfalls mitgedünstet.

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Ähnliche Rezepte wie dieses sind zum Beispiel das Original-Rezept meiner Oma für Krautrouladen mit Wintergemüse aus dem Ofen:

Hier geht’s zu meinem Krautfleckerl-Rezept mit karamellisierten Zwiebeln, Speck und Sellerie:

Für alle Pinterest-Benutzer noch mein langer Pin zum Merken:

Gefüllte Paprika mit Faschiertem und Tomatensauce

Hier geht’s zum Gefüllte Paprika – Rezept:

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GEFÜLLTE PAPRIKA MIT FASCHIERTEM UND TOMATENSAUCE
Gefüllte Paprika mit Faschiertem, Reis und Tomatensoße sind ein Klassiker der österreichischen Küche. Diese Version ist etwas schneller und einfacher zuzubereiten als die traditionelle Variante.
Vorbereitung 25 Minuten
Kochzeit 20 Minuten
Portionen
Paprika
Zutaten
Für die Gefüllten Paprika
  • 8 Paprika klein oder 4-6 große
  • 500 g Faschiertes
  • 125 g Reis ungekocht
  • 80 g Speck gewürfelt
  • 1 Zwiebel mittelgroß bis klein
  • 5 Zehen Knoblauch
  • 1 EL Öl z.B. Sonnenblumenöl, Maiskeimöl
  • 2 Eier
  • 1 TL Thymian
  • 1/2 TL Majoran
  • 4-5 EL Petersilie frisch oder tiefgekühlt
  • Salz
  • Pfeffer
Für die Paradeissoße
  • 500 ml passierte Paradeiser (Tomaten)
  • 4 Lorbeerblätter
  • Salz, Pfeffer, Majoran, Thymian nach Belieben für die Soße
Vorbereitung 25 Minuten
Kochzeit 20 Minuten
Portionen
Paprika
Zutaten
Für die Gefüllten Paprika
  • 8 Paprika klein oder 4-6 große
  • 500 g Faschiertes
  • 125 g Reis ungekocht
  • 80 g Speck gewürfelt
  • 1 Zwiebel mittelgroß bis klein
  • 5 Zehen Knoblauch
  • 1 EL Öl z.B. Sonnenblumenöl, Maiskeimöl
  • 2 Eier
  • 1 TL Thymian
  • 1/2 TL Majoran
  • 4-5 EL Petersilie frisch oder tiefgekühlt
  • Salz
  • Pfeffer
Für die Paradeissoße
  • 500 ml passierte Paradeiser (Tomaten)
  • 4 Lorbeerblätter
  • Salz, Pfeffer, Majoran, Thymian nach Belieben für die Soße
Anleitungen
  1. Reis mit 250 ml kaltem Wasser in einem kleinen Topf mit Deckel am Herd aufkochen lassen. Sobald das Wasser aufkocht, die Herdplatte abdrehen und mit der Restwärme bei geschlossenem Deckel ziehen lassen, bis das Wasser zur Gänze vom Reis aufgesaugt ist.
  2. Zwiebel klein hacken und mit 1 EL Öl in einer Pfanne anbraten, bis er leicht bräunlich ist.
  3. Knoblauchzehen pressen und mit dem Faschierten zu den Zwiebeln in die Pfanne geben. Anbraten bis das Fleisch nicht mehr roh ist. Dabei häufiger umrühren.
  4. In der Zwischenzeit Petersilie klein hacken, Speck in kleine Würfel schneiden und die Paprika vorbereiten: Bei jedem Paprika, wie im Bild ersichtlich, den Deckel abschneiden. Die Kerne und das Gehäuse aushöhlen.
  5. Reis und Faschiertes etwas auskühlen lassen, damit die Eier, die der Fülle beigemischt werden, nicht sofort stocken.
  6. Wenn ausgekühlt, alle Zutaten (außer den Zutaten für die Soße) zu einer Masse vermengen.
  7. Die Paprika mit der Mischung füllen und mit dem Deckel oben drauf in einen Kochtopf geben. Für 8 Paprika habe ich zwei Kochtöpfe verwendet und die Soße sowie die Lorbeerblätter auf beide Töpfe aufgeteilt.
  8. Passierte Paradeiser (Tomatensoße) zugießen und mit Lorbeerblättern sowie Salz, Pfeffer, Majoran, Thymian nach Belieben nachwürzen.
  9. Auf der Herdplatte mit Deckel aufkochen lassen und dann bei mittlerer Temperatur ca. 20 Minuten in der Soße köcheln lassen, bis die Paprika weich geworden sind.
Rezept Hinweise

Ob die angegebene Menge für Fleisch und Reis genau in die Paprika passt, hängt stark von der Größe der Paprika ab. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann 1-2 Paprika extra kaufen.

Ich persönlich hab es lieber, wenn das Gemüse noch etwas knackiger ist, wer es aber lieber weicher mag, lässt die Paprika länger köcheln. Die "Deckel", die nicht direkt in der Soße mitgekocht werden, bleiben etwas knackiger, werden aber durch den geschlossenen Deckel ebenfalls mitgedünstet.

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